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Jazz in der Waag v. Freitag, 30. April 2010

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Dass ein evangelischer Pfarrer nebst seinem Beruf eine derart ausgeprägte künstlerische Seite offenbart, ist wohl in der Welt des Jazz einmalig. Jens Bunge’s Spiel auf der chromatischen Mundharmonika perlt so klar, warm und frisch daher wie ein Bach, der sich durch die unberührte Natur schlängelt, untermalt und begleitet durch das ebenso meisterhafte und berührende Gitarrenspiel seines kongenialen Partners Uli Wagner. Dieses Duo, seit vielen Jahren unzertrennlich und unermüdlich auf Reisen in der ganzen Welt, hat am vergangenen Freitag vor „vollem Haus“ ihre Musik präsentiert, eine Musik höchster Kreativität, eindringlich und berührend. Dass sich ihre Musik allen Definitionsbemühungen unter dem Titel „Jazz“ entzieht, wurde am Freitag offenkundig. „Jazz ist die Person, die ihn spielt“ (Zitat eines bekannten Musikers).
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